Garten birgt viele Gefahren

tmn Hamburg vom 27.3.2009

Die Aktion "Das sichere Haus" (DSH) in Hamburg weist darauf hin dass die blauen Beeren des Efeus sehr giftig seien. Ein Gefährdung geht vor allem für 2-3 jährige aus, weil sie Blüten und Beeren gerne in den Mund nehmen.

Spielwerk dazu

Efeu ist in Hamburger Kindergärten weit verbreitet. Die DSH-Mitteilung sollte man aber relativieren - denn Efeu birgt ein kleines Phänomen: Er blüht und fruchtet erst in der Altersform. Runde Blätter und strauchiger Wuchs zeigen die Reife an. Diese Efeuteile sind oben zu finden, nicht in greifbarer Nähe für Kleinkinder. Eine gute Bebilderung ist in der u.a. Broschüre zu finden - so betrachtet ist es gut, wenn man darüber weis und seinen Efeu auch mal anschaut, ihn wahr nimmt. Die Blüten werden gut von Bienen besucht. Spielwerk empfiehlt den Efeu jährlich zu kontrollieren - aber sie müssen keinen jugendlichen Efeu aus dem Kindergarten herausreißen- er steht auch nicht auf dem Index der einschlägigen Institutionen. Das GUV-Heft empfehle ich jedem - und schauen sie sich die Einstufung des Lebensbaumes mal an!
GUV-SI 8018(bisher GUV 29.15)

Wenn Kinder zu Killer werden

Der Spiegel in Nr. 12 vom 16.3.09 zum Amoklauf in Winnenden ...

Wichtiger sei es durch frühe Prävention in Kindergärten und Schulen dafür zu sorgen, dass kein Kind zum ewigen Außenseiter wird. "Das ist die einzige Möglichkeit, die wir haben, um Amokläufe zu vermeiden", meint die Forscherin Haug-Schnabel. "Niemand darf dauerhaft am Rand stehen. ....".

Gabriele Haug-Schnabel ist Leiterin der verhaltensbiologischen Forschungsgruppe in Kaudern

Lust auf Leben statt auf Killerspiele                                                             

dradio.de  URL: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/439547/   18.11.2005 

Der Kriminologe Christian Pfeiffer über Folgen des Medienkonsums bei Kindern 
Moderation: Klaus Remme 

Christian  Pfeiffer,  Leiter  des  Kriminologischen  Forschungsinstituts  in  Niedersachsen,  hält  das  im  Koalitionsvertrag geforderte Verbot so genannter Killerspiele bloß für eine Geste, mit derman populär  werden will. Verbotenes sei gerade besonders spannend, so Pfeiffer. Die Politik müsse vielmehr mit  anderen Maßnahmen versuchen, Kinder von den Bildschirmen fernzuhalten und ihre "Lust aufs Leben" zu  wecken. Als Beispiel nennt Pfeiffer die flächendeckende Einführung von Ganztagsschulen.  

Spielwerk dazu

Im Kindergarten muss es beginnen, die Lust aufs Leben zu wecken! Es geht darum, Außenspielräume in Batterien der Sinnlichkeit zu gestalten, in Zaubergärten und Menschenverfeinerungsinstitute ...
(frei nach André Heller)

Noch nie im Wald gewesen!

Elbe-Jeetzel-Zeitung 23.5.2006
spielwerk dazu:
Hinter diesen kleinen aber schockierenden Meldung setzen wir ein Ausrufezeichen! Man kann nicht oft genug hervorheben, dass die Kinder sich diese Welt gar nicht mehr aneignen können, weil sie ihnen vorenthalten wird. Die nachteiligen Folgen für die Entwicklung der Kinder und der Gesellschaft, z.B. deren Leistungsfähigkeit, sind gleichsam bekannt. 
spielwerk verfolgt daher folgende Ansätze:
  1. den Wald bzw. Teile davon in die Kindergärten zu holen,  siehe Erlebnispädagogik
  2. den Wald im Kindergarten didaktisch aufbereitet zu präsentieren, siehe Umwelterlebnisangebote
  3. die Kinder / Familien via Internet von Zuhause abzuholen in den Wald, siehe www.dan-phibia.de

Was ist eine Rosine?


Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 15.5.2006
spielwerk dazu:
Die Kinder kennen sich vermutlich noch gerade so mit Spielgeräten aus, was das Schlußwort folgern läßt. Das haben wir jedenfalls in den Kinderworkshops selber erlebt. Die Situation auf dem Land können wir ebenso bestätigen. Es fehlt überall an Erwachsenen die ihnen ein Leben mit der Natur vorleben.
Vielleicht passt dazu ja die Idee das Internet zu nutzen um Kinder in die Natur zu locken, s. www.dan-phibia.de.

Bürgermeisterin im Kindergarten

Langenhagen am 4.5.2006. Anläßlich unserer Pflanzaktion im Kindergarten St. Paulus am 4.5.2006 besuchte die Bürgermeisterin, Frau Dr. Susanne Schott-Lemmer, die Einrichtung. Im Pressegespräch trugen wir den Wunsch vor, dass man die Arbeit der Einrichtungen in der Öffentlichkeit stärker würdigen müßte. Wir halten es für angemessen die Arbeit in den Kindereinrichtungen durch eine gemeinsame Aktion, zu feiern. Mit der dabei verbundenen Aufmerksamkeit der Medien ließen sich die Eckpunkte moderner und aktueller Kinderförderung und insbesondere die Familienpolitik der Kommunen darstellen. Frau Dr. Schott-Lemmers betonte den Stellenwert der Kinder- und Familienfreundlichkeit für die Stadtentwicklung in Langenhagen und griff die Idee gerne auf als ein Projekt der Stadt Langenhagen. Auch die Kirche, als Träger des Kindergartens betonte ihre Interesse an einem solchen Programm.

Sandsatt


Sandsäcke sind aus Jute oder Kunststoff. Die Größe variiert, was das Material als Baumaterial geeignet macht. Die 8 Litersäcke können die Kinder verbauen, die schweren bleiben uns vorbehalten. Dadurch können Sicherheitsvorschriften eingehalten werden, z.B. an Fallhöhen ist zu denken.

Spielwerk schlägt das Material aus eigener Erfahrung und Erprobung vor. Das einige Kindergärten die Idee schnell aufgegriffen haben, bestärkt uns in der Verbreitung dieser Idee.


Der Feinsand ist steinfrei, hell und handverfüllt.


Bereiche in denen man Sandsäcke einsetzen kann sind generell alle Kindergartenaußenanlagen: hintereinandergereiht ergeben sie tolle Hochpfade, übereinandergehäuft schaffen sie Springberge, in Reihe gesetzte Stapel bieten Hüpfreihen, Ringwälle bekommen Strandburgeigenschaften, ....


Hamburg Sasel, 3.5.2006 Sandsatt startete im Vicelin-Kindergarten zur Entschärfung einer Betonplatte als Interimslösung. Einbauten in die Sandsäcke wie z.B. Holzstufen, Baumstämme nahmen den Interimscharakter und man fragte sich, ob das nicht auch  dauerhaft bleiben könnte. Nein, Sandsäcke sind nicht dauerhaft. In spätestens zwei Jahren ist die Sandburg ein normaler Sandberg und der kommt dann in die Sandspielecke. Dass ist für die Kinder gerade das Schöne. Leben ist Veränderung.

Langenhagen, 4.5.2006 Eine kleiner Sandsatt-Aktion im St.Paulus-Kindergarten, aber mit großem Spielwert. Kleine Sandburgbauer brauchen nur einige wenige Paletten für richtig gute Sandburgen.